Ablauf der Ostseesturmflut im Oktober 2023
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Vom 19. bis zum 21. Oktober 2023 traf eine extreme Sturmflut den gesamten Bereich der 2.582 km langen deutschen Ostseeküste mit ungewöhnlich selten eintretenden hohen Wasserständen, wobei das Ereignis für Schleswig-Holstein als sehr schwere Sturmflut und für Mecklenburg-Vorpommern als schwere Sturmflut zu bezeichnen ist. Vor allem im nördlichen schleswig-holsteinischen Küstenraum einschließlich der Schlei erreichten die Scheitelwasserstände Höhen, die vielfach die zweithöchsten seit dem Beginn der regelmäßigen Pegelaufzeichnungen vor nahezu 200 Jahren waren. Ursache der Sturmflut war neben der Vorfüllung der Ostsee im Bereich von mehreren Dezimetern insbesondere der durch einen Vb-Zyklon mit Sturm bis orkanartigen Winden aus östlichen Richtungen hervorgerufene Windstau. Diese besondere meteorologische Situation führte entlang der Ostsee zu einer sehr langen Dauer von hohen Wasserständen. Die bei der Sturmflut entlang der deutschen Ostseeküste gemeldeten Wasserstände wurden durch ein Pegelnetz registriert, welches vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee betrieben und unterhalten wird.
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